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Nachhaltig wohnen

Erneuerbare Energien

Solaranlagen
Solare Wassererwärmung
Photovoltaik
Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)
Förderung durch Bund, Kantone und Gemeinden
Heizung und Warmwasser




Solaranlagen

Der Energieertrag durch die Sonneneinstrahlung in der Schweiz ist genügend gross, um ein wirtschaftliches Betreiben einer Solaranlage zu garantieren. Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung liegt bei uns bei rund 1‘100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1‘400 kWh/m2a.

Der höchste Solarertrag ergibt sich bei Südausrichtung, doch sind auch andere Himmelsrichtungen problemlos möglich, nach Südwest/Südost ergibt sich ca. 95%, nach West/Ost ca. 90% des optimalen Ertrags (siehe Grafik).


Quelle: Solarwärme für Eigenheime - Lebensqualität mit Solaranlagen, EnergieSchweiz, Swissolar, 2007




Solare Wassererwärmung

Die Sonnenwärme auf vielfältige Art genutzt werden. Mit einfachen Standardsystemen wird 60-70% des warmen Wassers abgedeckt. Mit einem doppelt bis dreifach so grossen System wird zusätzlich noch bis zu 30% die Heizung unterstützt.

Sonnenkollektoren sind mit jeder andern Wärmeerzeugung kombinierbar, die in sonnenarmen Zeiten zum Zuge kommt, z.B. Holzfeuerung, Wärmepumpe, Öl- oder Gaskessel. Thermische Solaranlagen können vielseitig eingesetzt werden! Für die Erwärmung des Brauchwarmwassers, zur Heizungsunterstützung, im Ein- oder Mehrfamilienhaus, für Schwimmbäder und noch für einiges mehr.

Quelle und weitere Informationen:
www.swissolar.ch/de/waerme-von-der-sonne


Solardachrechner:
www.swissolar.ch/de/solardach-rechner




Photovoltaik

Solarzellen wandeln Sonnenstrahlung in elektrische Energie um. Die Technik heisst Photovoltaik und gilt als wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung.

Eine Solarstromanlage von 1 Kilowatt Peak (kWp) Leistung (dies entspricht einer Modulfläche von 6-8 m2) produziert jährlich rund 900 kWh.

Die hochwertige elektrische Energie aus der Solarstromanlage kann selbst genutzt werden oder gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Das Energiegesetz sieht grundsätzlich vor, dass die Netzbetreiber die Pflicht haben, Elektrizität aus erneuerbaren Energien abzunehmen.

Quelle und weitere Informationen:
www.swissolar.ch
, www.swissgrid.ch

Solardachrechner:
www.swissolar.ch/de/solardach-rechner




Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)

Die kostendeckende Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien (KEV) trat am 1. Januar 2009 in Kraft. Sie wird finanziert über einen Zuschlag auf jede verkaufte Kilowattstunde Strom von max. 0.6 Rp., was jährlich 320 Mio. CHF entspricht.

Das Energiegesetz und die Energieverordnung legen für jede Technologie (Wasserkraft bis 10 Megawatt, Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse und Abfälle aus Biomasse) einen Kostendeckel fest. Pro Jahr kann also die kostendeckende Einspeisevergütung nur so vielen neuen Anlagen zugesprochen werden, wie es der Kostendeckel der jeweiligen Technologie zulässt. Für Einhaltung des Kostendeckels bei der Photovoltaik legt das Bundesamt für Energie zudem jährliche Zubaumengen (Kontingente) fest.

Seit dem 1.2.2009 werden sämtliche Neuanmeldungen von Swissgrid auf eine Warteliste gesetzt, da die gesamthaft verfügbaren Mittel bereits ausgeschöpft sind. Rund 4500 Photovoltaik-Anlagen mit etwa 140 MW Leistung sind bereits auf der Warteliste (Stand Nov. 2009).

Der Nationalrat hat am 25.11.09 beschlossen, den maximalen Zuschlag von 0.6 auf 0.9 Rappen pro Kilowattstunde anzuheben. Die Teildeckel für die einzelnen Technologien sollen aufgehoben werden. Nur bei der Photovoltaik erhält der Bundesrat die Möglichkeit, Jahreskontingente festzulegen. Diese sollen bis 2012 bei 0.04 Rappen pro Kilowattstunde liegen, was etwa 23 Mio. Franken entspricht. Der Vorschlag geht nun zur Beratung an den Ständerat. Das revidierte Gesetz soll 2011 in Kraft treten.




Förderung durch Bund, Kantone und Gemeinden

Nach der Einführung der kostendeckenden Vergütung werden nur noch von wenigen Kantonen und Gemeinden Förderbeiträge bezahlt. Die Möglichkeiten zum Steuerabzug sind in einigen Kantonen in Überarbeitung.

Verschiedene Elektrizitätswerke betreiben Solarstrom- und Ökostrombörsen, die Solarstrom von Anlagebetreibern (auch ausserhalb ihres Versorgungsgebiets) aufkaufen. Siehe auch www.oekostromland.ch.

Quelle und weitere Informationen:
www.swissolar.ch/de/strom-von-der-sonne/foerderung





Heizung und Warmwasser

Im Privathaushalt entfallen 80 bis 85% des Energieverbrauches auf Heizung und Warmwasser (Durchschnittswert in der Schweiz). Einsparungen machen sich hier schnell bezahlt!

Am bequemsten wäre es, die bestehende Anlage durch eine neue mit demselben Energieträger zu ersetzen. Das hiesse aber, dass sinnvolle Alternativen und ein allfälliger Wechsel zu erneuerbaren Energien für Jahrzehnte verbaut wären.

Heute kann aus einer Vielzahl von Heizsystemen mit unterschiedlichen Energiequellen Ausgewählt werden. Solche mit umweltfreundlichen Energien werden langfristig tendenziell günstiger und damit gegenüber Heizöl und Erdgas konkurrenzfähiger. Es lohnt sich also, die verschiedenen Systeme mit einander zu vergleichen.

Wenn Preisvergleiche gemacht werden, müssen die gesamten Kosten betrachtet werden, denn nicht nur die Installation, sondern auch Betrieb und Unterhalt einer Heizungsanlage kosten Geld. Ausserdem: In den Gesamtkosten nicht enthalten sind die externen Kosten. Das sind diejenigen Kosten für Gesundheit, Umwelt und Gesellschaft, die durch die Energieanwendung verursacht werden. Diese Auslagen werden heute der Allgemeinheit aufgebürdet. Denken Sie deshalb weitsichtig, beziehen Sie bei Preisvergleichen die externen Kosten in Ihre Überlegungen mit ein.

Quelle: Ratgeber „Die beste Heizung für Ihr Haus“, Konferenz Kantonaler Energiefachstellen, EnergieSchweiz, 2006

Weitere Informationen:
Praktische Ratgeber zum Geld und Energiesparen



Tipp: Anlagen Contracting
Als alternative Finanzierungsform bietet sich das Contracting an. Anstelle des Liegenschaftsbesitzers kauft der Contractor (Contracting-Anbieter sind zum Beispiel Energieversorgungs-Unternehmen) die Heizung und betreibt sie auf seine Kosten. Sie als Contracting-Nehmer bezahlen einen fixen Preis für die effektiv bezogene Wärme. Energielieferung, Kaminfeger, Kontrollen, Service – für den einwandfreien Betrieb und Unterhalt der Heizung sorgt der Contractor.
Weitere Informationen: www.heatbox.ch

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